Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 657

Nkamkessel, kesselförmiges Tal des Manengubahochlandes (s.d.) in Kamerun (s. Tafel 153). Es ist rings von hohen Gebirgen, die 2000 m Höhe erreichen, eingeschlossen, während es selbst im Norden 800, im Süden 600 m hoch liegt. Die begrenzenden Randgebirge sind im Westen das Manengubagebirge und die Mboberge, der mittlere Teil des Bamendagebirges, im Norden die Bambutoberge, im Osten das Nunplateau. Auch im Süden lagern sich hohe Ketten davor. Die zahlreichen wasserreichen Gebirgsflüsse vereinigen sich zu dem Nkam (s.d.). Die Bewohner sind die Mbo, weshalb der N. auch Mboebene genannt wird. Die Mbo sind ein Sudanvolk, haben aber von den Bantu den quadratischen Grundriß beim Hausbau übernommen. Die Siedelungen liegen meist an den Hängen der Berge. Eine Handelsstraße geht vom Endpunkt der Manengubaeisenbahn am linken Ufer des Nkam und steigt auf das Nunplateau zur Station Dschang. Eine zweite meidet die sumpfige Niederung und geht westlich davon zum Mbohochland. Dort liegt der deutsche Posten Mbo. Südlich der Vereinigung beider Straßen liegt die Regierungsstation Bare (s.d.). Im äußersten Osten des Gebiets liegt an einem Zufluß des Nkam der Posten Bana am Westfuß der Batschaberge.

Passarge-Rathjens.