| Nossob (s. Tafel 153), Name der nächst dem
Großen Fischflusse
(s.d.) bedeutendstenWasserader des Groß-Namalandes in Deutsch-Südwestafrika. Der N.
verdankt seine Bedeutung
der Lage seines Ursprungsgebiets innerhalb des zentralen Hochlandes. Er
empfängt daselbst ziemlich beträchtliche Wassermengen, die in drei
Rivieren,
dem nördlichsten, dem Schwarzen Nossob, der mittleren, als Weißer Nossob bezeichneten Rinne sowie in
dem östlich von Windhuk entspringenden
Elefantenflusse das Hochgebiet entwässern. Während sich aber Schwarzer
und Weißer Nossob bereits unter 23° s. Br. zu einer Rinne vereinigen,
um sich in südöstlicher Richtung der Kalahari
zuzuwenden, zieht der Elefantenfluß
ebenso wie der südlichere Auob (s.d.) in
einer der seinen parallelen Richtung der Grenze jener Steppenmulde zu,
um in gemeinsamem Bette erst unter 26 1/2° s. Br. mit dem eigentlichen
N. zusammenzutreffen. - Da der N. sich schließlich mit dem von Osten
kommenden
Molopo, einem auf britischem Gebiet dahinziehenden Kalaharirivier,
vereinigt,
bildet er einen Teil des Entwässerungssystems des großen
Südkalaharibeckens.
Das gesamte System des N.- Molopo erstreckt sich auf diese Weise von 17°
bis 26° ö. L., d. h. von dem Windhuker Gebirgsgebiet bis hinüber zu den
Ausläufern des Witwaterrandes im Transvaal.
Dove. |