Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 662

Nuguria oder Abgarris, Feadinseln, zwei Atolle des östlichen Bismarckarchipels (Deutsch-Neuguinea) zwischen 3° 8'-27' s. Br. und 154° 30'-52' ö. L., 10 qkm Fläche. Die Hauptinsel N. liegt am Ostrand des östlichen Atolls und trägt bedeutende Kokospalmpflanzungen. Die N. wurden 1822 durch das Schiff Abgarris entdeckt, 1826 von Renneck wiedergefunden und Feadinseln genannt. - Verwaltungstechnisch gehört N. zu den Salomoninseln (s.d.). Regierungs- oder Missionsstationen befinden sich nicht auf den Inseln, dagegen größere Kokosplantagen und Handelsstationen der Hamburger Südsee- Aktien-Gesellschaft (früher Forsayth G.m.b.H.; s.d.). Über die Bevölkerung von N., die wie die von Nukumanu (s.d.) und Tauu (s.d.) zu den Polynesiern zählt, s. Polynesische Exklaven.