Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 664

Nutzpflanzen, Gewächse, die entweder selbst oder in ihren Produkten in irgendeiner Form dem Haushalte des Menschen oder der Technik dienen. Sie sind teils in den Kolonien einheimisch, teils dahin eingeführt und zerfallen in wildwachsende und kultivierte Gewächse, in solche, die nur von Eingeborenen verwendet, und solche, die auch von den eingewanderten Europäern an Ort und Stelle genutzt oder aber zur Gewinnung von Exportprodukten angebaut werden. Ihr Anbau bildet entweder die Grundlage landwirtschaftlicher Betriebe von Eingeborenen oder Europäern, oder die betreffenden Gewächse werden als Nebenkulturen angebaut. Auch Halbkultur, d. h. Schonung und Pflege wilder Bestände oder Individuen, ist häufig. Die wichtigsten in den deutschen Kolonien vorkommenden Nutzpflanzen sind in besonderen Artikeln behandelt.

Busse.