Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 670

Odondop (auch Ododop), kleiner Volksstamm in Kamerun. Er bewohnt das Gebiet nördlich vom Rio del Rey, das Flußgebiet des Ndian bis zum Hewettberg. Das Gebiet der O. wird durch die deutsch-englische Grenze geschnitten. Sie sind Bewohner des Urwaldes, in dem sie ihre Plantagen anlegen. Ihre Häuser sind aus Lehm errichtet. Das Gebiet ist durch Sklavenjagden sehr entvölkert. Noch 1898 wurde in Ekonatu ein großes Sklavendepot entdeckt, aus dem der Häuptling Obiri die Händler in Calabar versorgte. Dem Unwesen ist jetzt gesteuert.

Passarge-Rathjens.