Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 671

Ohrenrobben, Otaria, große Säugetiere, deren Gliedmaßen flossenförmig sind, aber 5 gut ausgebildete Zehen besitzen und auch zur Fortbewegung auf dem Lande verwendet werden können. Die Ohrmuscheln sind verkümmert, aber deutlich sichtbar. An den Küsten von Deutsch-Südwestafrika lebt eine durch dichtes Unterhaar ausgezeichnete, also zu den sog. Pelzrobben gehörige Art in mindestens 2 Rassen, Otari apusilla, welche auf den Deutsch- Südwestafrika vorgelagerten Inseln in Mengen erschlagen wird, um das Pelzwerk zu gewinnen. Jährlich kommen 2-3000 Felle von dort auf den Markt, die aber nicht höher als 20-50 M für das Stück bewertet werden. Diese Tiere heißen auch Seebären.

Matschie.