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Okawango, im Oberlaufe Kubango
(s.d.),
einer der drei ständig fließenden Flüsse in Deutsch-Südwestafrika.
Vom Angolagebiet aus nördlicher Richtung kommend, bildet er von der
Stelle
an, wo er unter 18 1/2° ö. L. seine Ostbiegung, vollzieht, auf etwa 400
km die Nordgrenze der Kolonie. Bei Libebe tritt er mit abermaliger
Wendung
nach Süden in den Caprivizipfel
(s.d.)
ein, den er nach einem Laufe von 50 km Länge wieder verläßt, um
schließlich
(ehemals als Tioge) der Senke des Ngamilandes zuzuströmen, in deren
abflußlosem
Gelände der Fluß sein Ende findet. - Das Gebiet des O. zeichnet sich in
seinen südlichen Landschaften durch außerordentliche Flachheit aus.
Beweisend
dafür ist schon der Umstand, daß ein Zusammenhang zwischen ihm und dem
zum Sambesigebiet gehörenden Maschi-Linjanti (s. Maschi) besteht. In seinem
eigentlichen Unterlaufe bildet er mehrere, zum Teil in Sümpfen
erstickende
Arme. Dagegen ist das Gefälle des Flusses auf der innerhalb des
Caprivizipfels
durchflossenen Strecke stärker, das Tal weniger breit als unterhalb, und
an einigen Stellen bildet der im Mittel 500 m breite Fluß sogar kleinere
Stromschnellen und Wasserfälle (s. Tafel 156).
Literatur: S. Passarge, Die Hydrographie
des nördlichen Kalaharibeckens. Berl. 1901. - F. Seiner, Ergebnisse
einer
Bereisung des Gebiets zwischen Okawango und Sambesi, Mitt. a. d. d.
Schutzgeb. Berl, 1909.
Dove. |