Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 674

Oku, Sudanstamm Kameruns auf dem Kumbohochland, also am Nordabfall des Südadamauaplateaus. Die Dörfer liegen um den 2300 m hoch gelegenen Mauwessee herum, also im höchsten Teil des Kumbohochlandes. Das Häuptlingsdorf Oku liegt im Nordosten des Sees. Die O. bewohnen eine schöne, fruchtbare, mit Wald bestandene Landschaft, wo es viel Kautschuk gibt, ebenso wie Kola. Eisen kommt ebenfalls viel vor; die O. sind geschickte Schmiede. Die Kolanuß wird nach Bum und Bafum, den Zentren des Kolahandels, geschafft. Glauning laßt die O. mit den Bekom (s.d.), Bansso und Tambo zu den Hochlandvölkern zusammen und unterscheidet sie von den Übergangsvölkern und den Tieflandvölkern. Sie sind schön gewachsen, mit angenehmen Gesichtszügen. Angebaut wird Mais, Durra, Yams, Planten, Bananen, Tabak und Erdnüsse. Rinder sind nicht vorhanden. Der Hausbau ist derselbe wie bei den Bansso (s.d.) und den Tukum (s.d.). Die O. stehen unter einem Häuptling, der im Orte O. wohnt. Ihre Zahl wird von Glauning auf 6000 Seelen geschätzt.

Passarge-Rathjens.