Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 690

Ostertag, Robert v., Tierarzt, Geh. Regierungsrat, Prof. Dr. med., Abteilungsdirektor im ksl. Gesundheitsamte, geb. zu Schwäb.-Gmünd am 24. März 1864. Studium der Tierheilkunde in Stuttgart, der Medizin in Berlin, Professor der Hygiene zuerst an der Tierärztlichen Hochschule zu Stuttgart (1891/92), dann zu Berlin (1892/1907), jetzt Direktor der Veterinärabteilung im ksl. Gesundheitsamt. 1913 wurde ihm der württ. Adel verliehen. Reise nach Deutsch-Südwestafrika zum Studium einer dort herrschenden Schafseuche und der Organisation des Veterinärwesens daselbst (1910). Reise nach Deutsch-Ostafrika zum Studium der Rinderpest und anderer Tierseuchen (1913). Veröffentlicht wurden von ihm: Untersuchungen über die Bekämpfung der Bornaschen Pferdekrankheit, des seuchenhaften Verfohlens, des ansteckenden Scheidenkatarrhs, der infektiösen Anämie der Pferde, der Tuberkulose des Rindviehs; Handbuch der Fleischbeschau (6. Aufl., Stuttg. 1910); Das Veterinärwesen und Fragen der Tierzucht in Deutsch-Südwestafrika (Jena 1912).