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Otavi, ein durch seine Kupfererzlager berühmter Platz im äußersten
Norden des Hererolandes (Deutsch-
Südwestafrika). Er liegt an der nach ihm benannten Eisenbahn, die
von Karibib (s. d.) aus die von der Küste landeinwärts
führende Strecke verläßt, um in nordöstlicher Richtung das Minengebiet
zu erreichen. In dem Ort befindet sich ein Zollamt, ferner eine Post-
und Telegraphenstation. Der O.bezirk, zu dem auch die neueren Bergorte
gehören, war schon lange als Kupfer lieferndes Gebiet bekannt. Die Ondonga (s. d.) ließen das Erz daselbst durch ihnen
botmäßige Buschleute brechen, während der Häuptling und die Großen
dieses
Stammes sich mit der Gewinnung des Metalls und mit seiner Ausfuhr Abgaben. Die Bedeutung der Minen war schon damals
so groß, daß sogar Kamaharero (s. d.)
eine Zeitlang Anspruch auf den Bezirk erhob. Die Ausbeutung des
Minengebiets
durch Europäer begann bereits im Anfang des laufenden Jahrhunderts,
beschränkte
sich aber zunächst auf Schürfarbeiten und einen in kleinerem Umfange
betriebenen
Abbau der Kupfer- und Bleierze. Großen
Umfang begann der bergmännische Betrieb indessen erst mit der 1906
erfolgten
Fertigstellung der Bahn bis zum O.bezirk anzunehmen (s. Otavi-Minen- und
Eisenbahngesellschaft). Erst im Folgejahre hob sich die Ausfuhr von
Erzen
zu bedeutender Höhe. Seitdem ist das O.gebiet eine der für die
Entwicklung
des Schutzgebiets wichtigsten Landschaften geworden.
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