Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 24 f.

Parkinson, Richard, geb. 1844 in Augustenburg auf der Insel Alsen, kam 1876 nach Samoa als Angestellter des Hamburger Hauses Godeffroy und lernte von hier aus auch die umliegenden polynesischen Inseln kennen. Er siedelte sich dann 1882 zu Ralum auf der Gazellehalbinsel von Neupommern im Bismarckarchipel (Deutsch-Neuguinea) an, von wo aus er auf zahlreichen Reisen die Inseln Melanesiens kennen lernte, manche derselben sogar als erster Europäer betrat. Seine hauptsächlichen Studien wandten sich aber den Bewohnern zu; er legte große Sammlungen ihrer Gebrauchsgegenstände an, beschrieb dieselben und machte Aufzeichnungen über ihre Sitten, Gebräuche, Sprachen und körperliche Erscheinung. Schriften: Im Bismarckarchipel, Lpz. 1887; Beiträge zur Kenntnis des deutschen Schutzgebietes in der Südsee, Mitt. Geogr. Gesell. Hamburg 1887/88; Beiträge zur Ethnographie der Matty- und Durourinseln, Internat. Archiv für Ethnographie, Leiden IX. 1896; Zur Ethnographie der OngtongJava- und Tasmaninseln, Internat. Archiv f. Ethnogr., Leiden X. 1897; Die Volksstämme Neupommerns, Abh. u. Berichte Zool. Museums Dresden 1899; Zur Ethnographie der nordwestl. Salomoninseln, ebenda; Papuaalbum (zusammen mit A. B. Meyer, 2 bändig), Dresden 1894 und 1900; Dreißig Jahre in der Südsee, Stuttg. 1907. P. starb am 24. Juli 1909 zu Kurudai auf Neupommern.