Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 29

Pegmatit. Als P. werden sehr grobkristalline und sehr Saure Ganggesteine bezeichnet, die aus sehr viel Quarz, großen Feldspatkristallen, großen Glimmeraggregaten bestehen und daneben oft noch in kleinen Mengen Turmalin, Zinnstein, Wolframit, Tantalit, Monazit und andern seltenere Erze, sowie Flußspat, Apatit, Rutil usw. enthalten. Die P.gänge treten meistens in der Umgebung der Granitmassive oder in Gneisen auf und sind praktisch wichtig als Lagerstätten für Glimmer und die selteneren Mineralien; sie erreichen oft eine Mächtigkeit von vielen Metern. Durch das Zurücktreten von Feldspat und Glimmer gehen sie manchmal allmählich in reine Quarzgänge über. In den Pegmatiten, die wegen der Glimmergewinnung abgebaut werden, erreichen die Feldsphatkrystalle oft mehr als 30 cm Durchmesser, die Quarze mehr als Meterlänge, die Turmaline bilden Säulen von 14 cm Länge und 2-3 cm Durchmesser; die Glimmertafeln erreichen Dimensionen bis zu 119 x 53 cm Länge und Breite und über 35 cm Stärke.

Gagel.