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Pirole, Oriolidae, Vögel von Drossel- oder Starform, aber mit sehr
kurzen Läufen, mit vorherrschend gelber Befiederung. Sie sind über die
östliche Erdhälfte, vorzugsweise über tropische Länder, in einzelnen
Arten
aber über Striche mit gemäßigtem Klima verbreitet;
die Mehrzahl bewohnt Indien und die Malaiischen Inseln. Die P. sind
Waldvögel,
halten sich im Laubwerk der Bäume auf und nähren sich von Insekten, die
sie von den Zweigen ablesen, Früchten
und Beeren. Die Männchen lassen Laute, klangvoll
flötende Rufe hören, daneben aber auch wie die Weibchen unrein
krächzende
Töne. Die napfförmigen oder flach beutelförmigen Nester werden mit ihrem
Rande an Zweiggabeln angewebt. Die Eier sind auf weißem oder
rötlichweißem
Grunde rötlichbraun und schwarz getüpfelt. - In Westafrika sind der
gelbköpfige,
dem europäischen P. ähnliche Oriolus auratus und die schwarzköpfigen O.
laetior in Kamerun und O. brachy - rhynchus
in Togo häufig, ihnen entsprechen in Ostafrika O. notatus und der
schwarzköpfige O.
rolleti. - Eine durch unscheinbares braunes, schwarz gestricheltes
Gefieder
abweichende Form, Mimeta striata, lebt in Neuguinea. - In Kiautschou
wird Oriolus indicus
angetroffen, der unserem P. ähnlich und über Indien und China verbreitet
ist. Auf den polynesischen Inseln gibt es keine P.
Reichenow. |