Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 68

Pleistozän, zusammenfassende Bezeichnung für die letzten, seit dem Abschluß der Tertiärformation unterschiedenen geologischen Zeitabschnitte, in denen sich die Fauna und Flora der Erde nicht mehr merklich verändert hat, sondern nur noch verarmt ist. Es wird im allgemeinen gegliedert in das Diluvium (Eiszeit) und das Alluvium; an Stelle der diluvialen Eiszeit der gemäßigten und nordischen Länder scheint im größeren Teile Afrikas eine Periode ganz ungewöhnlich großer Niederschläge vorhanden gewesen zu sein (Pluvialzeit), deren Spuren in Form mächtiger Täler und Schotterbildungen in heute sehr wasserarmen Gebieten sich nachweisen lassen.

Gagel.