Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 102

Privatschulen. Die Europäerschulen in den Schutzgebieten sind überwiegend öffentliche Schulen, insofern sie von der Regierung oder von Kommunalverbänden (Deutsch-Südwestafrika) unterhalten werden (s. Schulen). P. für weiße Kinder gibt es nur wenig, so in Deutsch-Ostafrika die seit 6 Jahren bestehende Karlsschule der Berliner Missionsgesellschaft in Tandala, die 1911 von 7 Knaben und 6 Mädchen besucht wurde, die Ansiedlerschule der evangelischen Missionssgesellschaft in Hohenfriedeberg (Mlalo) in Usambara (7 Schüler), in Deutsch- Südwestafrika eine Mädchenschule der katholischen Mission in Windhuk (30 Schülerinnen), in Tsingtau ein Mädchenpensionat der Franziskanerinnen (etwa 25 Mädchen). Die Eingeborenenschulen dagegen sind überwiegend P. und worden von den Missionen unterhalten. S. Missionsschulen.

v.König.