Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 121

Quarz ist kristallisierte Kieselsäure, die als wesentlicher Gemengteil in Gneisen, Graniten, Glimmerschiefern in größeren oder kleineren Körnern auftritt, manche Gesteine wie Sandsteine, Quarzite usw. ganz oder größtenteils zusammensetzt und auch als Ausfüllungsmasse von Spalten (Verwerfungen, "Gängen") im alten, gefalteten Gebirge in zum Teil sehr erheblichen Massen auftritt (Gangquarz). Als besonders hartes und auch chemisch kaum angreifbares Mineral bleibt es bei der Verwitterung der Gneise und Granite übrig, auch wenn die andern Mineralien längst zersetzt und fortgespült sind, und bildet so das Material für den Aufbau der sandigen bzw. quarzitischen Schichtgesteine.

Gagel.