Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 126

Rasseln, sehr altertümliche und daher weit verbreitete Musikinstrumente. Als R. wirkt meist schon der Schmuckbehang der Tänzer, der oft diesem Zwecke besonders angepaßt wird. Als R. werden verwendet: 1. mit Sand, Fruchtkernen u. dgl. gefüllte Gefäße (Gefäß - R.), Kürbisse (s. Tafel 144/147), Körbe, Ledertaschen (Kamerun), Rohrstäbe (Fang und Südtogo), flache Rohrkästchen (Ostafrika), kleine Felltrommeln (Pare, Deutsch-Ostafrika), Metallkugeln ("Schellen"); 2. aufgefädelte, zusammengebundene oder (auf Bänder, Gürtel, Schurze usw.) aufgenähte Fruchtschalen, Konchylien, Vogelschnäbel, Kokons (Buschmänner), Metallstücke, Schellen usw. (s. Tafel 144/147). S.a. Musik und Musikinstrumente der Eingeborenen.

v. Hornbostel.