Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 144

Reedereien. Außer den einen regelmäßigen Routendienst innehaltenden Schiffahrtslinien (s. Dampfschiffahrt) werden die Häfen der Schutzgebiete zeitweilig von Dampfern und Segelschiffen auf freier Fahrt angelaufen. Diese Schiffe gehören verschiedenen Reedereien deutscher und fremder Nationalität. Auch einige der in den Schutzgebieten ansässigen Handelshäuser und Pflanzungsgesellschaften lassen eigene Dampfer und Segelschiffe fahren, besonders ist dies in der Südsee der Fall. Nach Deutsch- Ostafrika kommen in unregelmäßigen Zwischenräumen norwegische Segelschiffe mit Holzfrachten und englische Kohlendampfer, nach Deutsch -Südwestafrika Segelschiffe, die mit Holz oder Kohlen beladen sind und auf der Heimreise vielfach Guano von den im englischen Besitz befindlichen Inseln in Fracht nehmen.

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