Rotlehm (Roterde), Bezeichnung
für
die mehr oder minder rot gefärbten, tropischen Verwitterungsböden, die
sich
durch plastische Beschaffenheit, wasserhaltende Kraft und
Nährstoffreichtum
von dem unfruchtbaren Laterit unterscheiden,
und mehr oder minder günstige Kulturböden darstellen. Die R. sind durch
reichliche Eisenhydroxydbildungen rot gefärbte, wasserhaltende, plastische
Tonerdehydrosilikate, die durch die normale (tonige) Verwitterung aus den Silikatgesteinen
entstehen
und noch einen erheblichen Teil der in den ursprünglichen Silikaten
enthalten
gewesenen Alkalien, alkalischen Erden und der Phosphorsäure bewahrt haben.
Als Endprodukt der spec. tropischen, säkularen Verwitterung entstehen auch
aus dem R. (wie die Studien Koerts gezeigt haben) allmählich unfruchtbare
Laterite (s.d.).