Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 194

Rumpiberge, eins der drei Massive, die unter dem Namen Westkameruner Massivregion zusammengefaßt werden. Die beiden andern sind das Obangmassiv und das Auamassiv (s. Auaberge). Die R. liegen nordwestlich von Johann - Albrechtshöhe und erheben sich bis zu 1500 m Höhe. Sie sind von Tälern und Schluchten außerordentlich stark zerschnitten. Im Norden und Osten fallen sie sehr steil ab, nach den andern Seiten gehen sie allmählich in Hügellandschaften über. Nach Norden werden sie durch die Quellbäche des Mun Aja, im Osten durch die des Mungo, und im Süden und Westen durch den Meme und den Adian entwässert. Das ganze Gebirge ist mit dichtem Urwald bedeckt, in den nur der Mensch, um Raum für seine Siedelungen zu haben, Lücken geschlagen hat. Die R. bieten wegen ihrer Zerrissenheit und Wildheit ein Bild großer landschaftlicher Schönheit. Die Bewohner der R. sind vor allem Ngolo (s.d.) und Balue (s.d.), die beide zur Bakundugruppe der Bantuneger gehören.

Passarge - Rathjens.