Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 197

Sago, das Stärkemehl der S.palme (s.d.). Es gehört mit dem Arrow root (s.d.) und der Tapioka (s. Maniok) zu den feineren tropischen Stärkemehlen, die in erster Linie zu Speisezwecken Verwendung finden. Über die Wechselbeziehungen zwischen Tapioka und S.produkten ist das Nähere unter dem Stichwort Maniok gesagt. Der S. kommt in der Regel in kleinen Kügelchen in den Handel, die durch Erwärmen des so geformten Stärkemehls auf heißen Platten außen verkleistern und infolge dieser Bearbeitung beim Kochen nicht zergehen, sondern als kleine, glasige Kugeln sich in der Speise erhalten. Diese Bereitungsform ist auch auf andere Stärkemehle übertragen worden, so daß die Bezeichnung S. manchmal auch allgemein für die Aufbereitungsform gebraucht wird. So spricht man z.B. von Kartoffelsago u.a. Außerdem kommt das Stärkemehl der Sagopalme auch fein gemahlen als sog. Sagomehl in den Handel.

Voigt.