Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 199 f.

Saipan (s. die Karte), Seipan oder San José, die größte der deutschen Marianen (Deutsch-Neuguinea), 185 qkm Fläche umfassend, zwischen 145° 44' - 51' ö. L. und 15° 5' - 16' n. Br., bis 466 m hoch, aus höhlenreichem Korallenkalk bestehend, der einen jungeruptiven Kern umschließen dürfte. Hauptproduktion Kopra; der Hauptort Gárapan (Sitz der Behörden) und der Hafenplatz Tanápag liegen an der Westküste. S. die beigegebene Karte. Außer der Kokospalme werden Kaffee, Kakao, Orangen, Mango, Mais, Rizinus und Tabak angepflanzt. Auch die Kasuarina, welche von der Regierung auf allen Inseln verbreitet wird, zeigt gutes Gedeihen. S. Marianen.