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Sansane - Mangu, Ort in Nordwesttogo,
Hauptstadt des Tschokossireiches (s. Tschokossi), Sitz der Lokalverwaltung des
gleichnamigen Bezirks.
Das Wort Sansane - Mangu bedeutet "Kriegslager von Mangu" oder "der Mangu"; die
Mangu- (Tschokossi-) leute hatten dort ihr Kriegslager aufgeschlagen, als sie
von ihrem früheren Wohnsitz "Mango" in der französischen Elfenbeinküste in das
heutige Tschokossi einfielen. Die Tschokossibezeichnung für S. ist Nsara.
1. Die Stadt S. ist als Durchgangsstation eines Teiles des Sudanhandels
(s.
Togo, 12. Handel) ein ziemlich wichtiger
Handelsplatz. Die Einwohnerzahl
beträgt rund 5000 Köpfe. Die Bevölkerung der Stadt S. gehört zum größten
Teil dem Stamm der Tschokossi (s.d.) an; unter den mohammedanischen
Händlern sind aber zahlreiche Stämme des Sudans vertreten. - Die Station
S. wurde 1896 gegründet. Mit ihr ist eine Telegraphenhilfsstelle und
eine
meteorologische Beobachtungsstation höherer Ordnung verbunden. Bei S.
befindet sich eine größere Regierungsversuchspflanzung. Seehöhe 160 m.
Mittlere jährliche Regenmenge 1077 mm (Mittel aus 6 - 7
Beobachtungsjahren).
2. Der Verwaltungsbezirk S. umfaßt den nordwestlichsten Teil Togos; im
Süden wird er begrenzt durch die Südgrenze von Dagomba, ein Stück des
Otiflusses und seines rechten Zuflusses, des Dakpe, im Osten durch eine
in nordwestlicher Richtung fließende Strecke des Kara
und seines rechten Zulusses, des Tangbua und durch den Westuß des
Difáleund
Tambermagebirges. Außer der Station S. befindet sich im Bezirk noch die
Verwaltungszwecken dienende, dauernd von einem Europäer. besetzte
Nebenstation
Jendi (s.d.), welche dem Bezirksleiter in S.
unterstellt
ist. Im Bezirk S. leben rund 225 000 Eingeborene. Auf 1 qkm treffen 10,3
Personen.
Die wichtigsten Stämme sind die Tschokossi (s.d.), Dagomba
(s.d.), Konkomba (s.d.), Moba (s.d.), Kusas
(s.d.),
Gurma (s.d.), Namba und Tamberma (s.d.). Die sämtlichen genannten Stämme
sind Heiden. Mohammedanischer Einfluß macht
sich besonders bei den Tschokossi und Dagomba bemerkbar, wo der Islam sich langsam ausbreitet; geringer ist der
mohammedanische
Einfluß bei den Gurma. Die Vegetation im Bezirk S. ist typische
Baumsteppe. Der fruchtbarste Landesteil ist das
gebirgige Moba. Großvieh wird last
überall gezüchtet. Die Zahl der vorhandenen Rinder
beträgt rund 50 000 Stück. Viel unbedeutender ist die Pferdezucht,
welche vorzugsweise von den Gurma betrieben wird. , Im ganzen sind 230 Hengste
und 240 Stuten vorhanden. Klimatabelle s. Togo.
v. Zech.
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