Deutsches Kolonial- Lexikon(1920), Band III, S. 253

Santrokofi, eine ein einziges Dorf umfassende Landschaft im Verwaltungsbezirk Misahöhe in Togo. Die S.leute sprechen ein besonderes Idiom. Ethnologisch können sie in eine der bekannten größeren Völkergruppen nach den bis jetzt vorliegenden Forschungen nicht eingereiht werden. Ihre Sprache ist verwandt mit der der Bewohner von Bakpéle (s.d.). Die S. sind wie ihre Nachbarn, die Akpafu, geschickte Schmiede und haben früher wie diese Eisen verhüttet. In S. ist, wie in Akpafu. und in Bowiri, das Lehmkastenhaus die gebräuchliche Hüttenform im Gegensatz zu den sonst in Togo üblichen Typen.

Literatur: E. Funke, Die Santrokofisprache, Beitrag zur Kenntnis der Sprachen Togos, Mitt. d. Orient. Sem. 1911. - Ders., Die Familie im Spiegel der afrikanischen Volksmärchen, Zeitschr. f. Kolonialsprachen, Jahrg. II, Berl. 1911/12. -- Dr. H. Gruner, Begleitworte zur Karte des Sechsherrenstocks (Amandeto), Mitt. a. d. d. Schutzgeb. 1913. - F. Hupfeld, Die Eisenindustrie in Togo, Mitt. a. d. d. Schutzgeb. 1899. - R. Plehn, Beiträge zur Völkerkunde des Togogebietes. Halle 1898. - A Seidel, Beiträge zur Kenntnis der Sprachen in Togo, Zeitschr. f. afr. u. oc. Spr. 1898.

v. Zech.