Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 290

Schio, Fluß in Togo, der bei Ssodo an der Ostseite des zentralen Togogebirges entspringt und zunächst in südlicher Richtung das dem genannten Gebirge östlich vorgelagerte Inselbergland durchfließt, aus dem er zahlreiche Zuflüsse aufnimmt. Er schlägt dann eine südöstliche Richtung ein und durchfließt die Ölpalmenzone in einer breiten Niederung, in der er zahlreiche Arme und bei Regenzeit ein ausgedehntes Sumpfgebiet bildet. In seinem untersten Teil fließt er in östlicher Richtung dem Togosee zu, in den er bei dessen Südwestecke mündet. In seinem mittleren und unteren Lauf schwankt die Breite seines Bettes zwischen 6 und 18 m; stellenweise verbreitert es sich auf 40 m. Als Wasserstraße hat der S. keine Bedeutung.

v. Zech.