Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 303

Schnecken oder Gastropoden, Weichtiere, welche, soweit sie nicht frei im Ozean schwimmen, mittels einer flächenförmig ausgedehnten Fußsohle auf andern Gegenständen kriechen und mittels einer feilenförmigen Zunge ihre Nahrung abschaben. Viele S. sind mit einem spiralig gewundenen Kalkgehäuse versehen. Manche Gehäuse sind schön gefärbt und werden als Schmuck verwendet, entweder das ganze Gehäuse oder Teile desselben. So sägt man im Bismarckarchipel von der Mündung einer großen Meeres - S. (Trochus niloticus) Armbänder ab. Andere (kleine) Meeres - S. werden durchbohrt, auf Blattrippen von Kokospalmen gezogen und unter dem Namen Diwarra als Geld verwendet. Auf der Gazellehalbinsel verwendet man Nassa camelus (s. Tafel 191/92 Abb. 21).

Dahl.