Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 351

Seuchen der Tiere (Epizootien) sind gehäuft auftretende Erkrankungen, die entweder durch Bakterien (s.d.), durch Protozoen (s.d.) oder durch Erreger unbekannter Natur verursacht werden, im Gegensatze zu den Herdenkrankheiten (s.d.), die durch höher organisierte tierische Schmarotzer hervorgerufen werden. Die wichtigsten Seuchen sind: Rinderpest, Milzbrand, Rauschbrand, Rinder - S., Tollwut, Rotz, Maul- und Klauen - S., Pocken - S. der Schafe, Beschäl - S. der Pferde, Räude, die Schweine - S., Geflügel - S., Tuberkulose, Pferdesterbe, Texasfieber, Ostküstenfieber, Tsetsekrankheit, Surra, die verschiedenen Formen der Piroplasmen- und Anaplasmenerkrankungen. S. die einzelnen Seuchen.

v. Ostertag.