Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 357

Sigibahn. Die S. ist eine mit Dampflokomotiven betriebene Zweigbahn der Usambarabahn (s. Eisenbahnen 1 a), gehörte früher der Sigi - Exportgesellschaft und gehört jetzt der Deutschen Holzgesellschaft für Ostafrika (s.d.) in Berlin. Sie zweigt bei der Station Tengeni von der Usambarabahn ab und führt mit 23,7 km Gesamtlänge in starken Steigungen (1: 25), scharfen Krümmungen (40 m Halbmesser) und mehreren Spitzkehren durch die Waldbezirke von Usambara zum Endbahnhof Sigi (438 m Meereshöhe). Sie hat, bei 75 cm Spurweite, den Charakter einer Kleinbahn und dient der Beförderung der dortigen Walderzeugnisse zur Usambarabahn. Der Bahnbau wurde 1904 begonnen und die Bahn nach Ausführung einiger Ergänzungsbauten im Juli 1910 dem öffentlichen Verkehr freigegeben.

Baltzer.