Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 367

Skorpione (s. Tafel 191/92 Abb. 17), Spinnentiere mit scherenförmigen Mundwerkzeugen und großen Scherenpalpen, die sowohl zum Greifen als zum Tasten, wahrscheinlich auch zum Hören dienen, indem feine, sehr beweglich eingelenkte Haare sich auf ihnen befinden. Als Waffe bei Angriff und Verteidigung dient der Giftstachel am hintern Schwanzende, der bei den größeren Arten auch dem Menschen gefährlich werden kann. In Kamerun, besonders in hohlen Bäumen sich verbergend, kommt die größte Art, Pandinus dictator, vor, in Togo eine fast ebenso große schwärzliche Art, P. imperator, und eine kleinere gelbbraune Art, Buthus hottentottus (s. Tafel 191/92 Abb. 17). In Deutsch- Südwestafrika ist besonders eine große hellbraune Art, Opisthophthalmus carinafus, unter Steinen usw. gemein. In Neuguinea leben unter lockerer Rinde usw. zwei kurzschwänzige Arten der Gattung Hormurus. Überall in Tropenhäusern kommt eine kleine gefleckte Art, Isometrus maculatus, vor.

Literatur: K. Kraepelin, Scorpiones und Pedipalpi. Berl. 1899 (Tierr. Lief. 8).

Dahl.