Sprachen. Die Zahl der Eingeborenen - S. in den deutschen
Kolonien
ist sehr groß. Noch immer sind sie nicht sämtlich bekannt, obwohl
Missionare, Beamte und Gelehrte eifrig an ihrer Erforschungarbeiten.
Einen guten Überblick über die S. Afrikas gibt immer noch: R. N. Cust, A
Sketch of Modern Languages of Africa, London 1883, dazu Essay of the
Progress
of African Philology up to the Year 1893, London 1893. Vgl. C. Meinhof,
Die moderne Sprachforschung in Afrika, Berlin
1910. S. die Artikel: Afrikanische Sprachen, Eingeborenensprachen, Grammatiken der
Eingeborenensprachen,
Bantusprachen, Hamitische
Sprachen, Mischsprachen, - Sudansprachen, Südseesprachen. Mit den Arabern (s.d.) und
dem Islam (s.d.) ist das Arabische in die
deutschen Kolonien Ostafrika, Kamerun und Togo
eingedrungen,
indische Sprachen kamen mit indischen Händlern nach Ostafrika. S. Araber,
Hindustani, Gudscherati. Später brachten die Portugiesen,
Holländer, Engländer ihre S. mit, bis schließlich auch das Deutsche seinen
Einzug in Afrika gehalten hat und sich besonders in Südwest ausbreitet. Aber auch in den anderen Kolonien gewinnt es unter dem Einfluß von
Regierungs-
und Missionsschulen an Boden.