Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 403

Stegomyia, eine in allen tropischen und subtropischen Ländern verbreitete Stechmückenart (s. Stechmücken), die als die Überträgerin des Gelbfiebers (s.d.) nachgewiesen ist. Die S. (stego = Haus, myia = Fliege, Mücke) gehören zu den Culexmücken, dementsprechend sind auch die Merkmale von Larven und geflügelten Tieren, die aber eine besondere Färbung haben. Die Hauptfarben sind schwarz-weiß. Auf dem Rücken findet sich eine weiße lyraförmige Zeichnung, die schwarzen Beine zeigen weiße Ringelung, ähnlich so auch. der Leib. Diese Mücken (S. fasciata oder Culex fasciatus) sind kleiner als die Culex annulatus, die auch geringelte Beine haben (die sog. "Preußen"). Sie sind lästige Plagegeister und hauptsächlich Städtebewohner. Als Brutstätten werden alle möglichen, besonders auch schmutzige Wasseransammlungen benutzt. - In Brasilien ist mit der S.bekämpfung - (z.B. in Rio de Janeiro und in anderen Städten) auch das Gelbfieber verschwunden. - Auch in Deutsch- Westafrika, besonders in Togo, kommen S. vor.

Literatur: Mense, Handbuch d. Tropenkrankh. Leipzig 1906, J. A. Barth.

Mühlens.