Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 408

Steudel, Emil, Prof. Dr. med., Generalarzt beim Kommando der Schutztruppen im RKA., Medizinalreferent im RKA., geb. zu Kochendorf in Württemberg am 16. Juni 1864. Universitätsstudium in Berlin, Würzburg und Tübingen. Aktiver Militärarzt in Stuttgart 1887, 1889/91 kommandiert zur chirurgischen Universitätsklinik in Tübingen, 1891/93 zur Schutztruppe für Deutsch- Ostafrika, 1894 in Mannheim, 1894/1900 in Karlsruhe, davon 2 Jahre kommandiert zur chirurgischen Universitätsklinik in Heidelberg, 1900 in Potsdam, seit 1901 beim Reichs-Kolonialamt, Mitglied des Reichs - Gesundheitsrats. Schriften: Ein Leberabszeß in Deutsch-Ostafrika, Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1893; Die ansteckenden Krankheiten der Karawanen Deutsch- Ostafrikas, Kol. Jahrbücher 1893; Die perniziöse Malaria in Deutsch - Ostafrika, Verlag von F. C. W. Vogel, 1894; Zur Chininbehandlung des Schwarzwasserfiebers, Deutsch. med. Wochenschr. 1895; Aluminiumschienen, Münch. med. Wochenschr. 1896; Die Entstehung und Verbreitung des Typhus in Südwestafrika, VerhandIgn. d. deutsch. Kol. - Kongresses 1905; Die Kraft der tropischen Sonne und ihre Wirkung auf den menschlichen Körper, Gartenlaube 1907; Kann der Deutsche sich in den Tropen akklimatisieren? Arch. f. Schiffs- u. Tropenhyg. 1908; Die Beurteilung der Tropendienstmöglichkeit bei Offizieren und Mannschaften, ebenda 1908; Der ärztliche Dienst in den deutschen Schutzgebieten, ebenda 1909; Vorschlag zu einer neuen Methode der Malariabekämpfung, ebenda 1911; Die Schlafkrankheit in Deutsch-Ostafrika, ebenda 1912; Der Kampf gegen die Schlafkrankheit, KolBl. 1912; Die Krankenpflege in Deutsch-Ostafrika einst und jetzt, Jubiläumskalender des Deutsch. Frauenvereins v. Roten Kreuz f. d. Kol. 1913.