Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 439

Sumpfböcke, Limnotragus, Untergattung der Schirrantilopen. Im allgemeinen sind sie ähnlich gestaltet und gefärbt wie diese, aber etwas größer und haben sehr lange Hufe, langhaariges Fell und eine schwarze Schwanzspitze. Das Gehörn, welches nur die Böcke tragen, wird fast einen Meter lang. Man kennt diese Tiere, welche nur in Sümpfen leben, aus dem Ovambolande, aus dem Caprivizipfel, vom Westufer des Victoria-Njansa und aus Südkamerun innerhalb der deutschen Schutzgebiete. Die Böcke sind dunkel gefärbt mit hellen Flecken am Kopie und Halse und bei manchen Rassen auch auf dem Rumpfe, die weiblichen Tiere mehr oder weniger gefleckt, gelbbraun bis braungrau, je nach der Rasse sehr verschieden. Vorläufig sind nur etwa ein halbes Dutzend Rassen bekannt geworden. - Die Buren nannten diese Antilopen "Waterkudu", die Eingeborenen im Caprivizipfel "Situtunga". Den letzteren Namen haben die Engländer angenommen.

Matschie.