| Tamberma, Land und Volk an der Nordostgrenze Togos. Der größere
Teil der T.bevölkerung sitzt, auf französischem Gebiet in Ober - Dahomé.
Nach Togo ragt nur ein Teil davon über die
schräge Grenzlinie zwischen dem 10. Breitenparallel und Djeburi (Gando)
herein. Die T. sind. Heiden und wohnen in
zerstreut liegenden Gehöften, welche wegen ihrer burgartigen Bauart
T.burgen
genannt werden. Eine Eigentümlichkeit der Männer dieses Stammes ist die,
daß sie die Vorhaut des Geschlechtsteiles in geflochtenen tütenartigen
Futteralen
(s. Tafel 86 Abb. 16)
oder in den Hälsen kleiner Flaschenkürbisse tragen. Diese Futterale
sind vielfach das einzige Bekleidungsstück der Männer. Nach den
Forschungen
Frobenius gehören die T. wahrscheinlich zur Gurma - Völkergruppe. Sie sind Ackerbauer und
Viehzüchter.
Eine politische Organisation. besitzen sie nicht. Der europäischen Verwaltung
traten sie in der ersten Zeit. der Erschließung ihres Landes feindlich
gegenüber.
Literatur: Dr. Asmis, Die Stammesrechte des Bezirkes Sansane -
Mangu, Zeitschr. f. vergl.
Rechtswissenschaft, Bd. XXVII, Stuttg. 1912. - L. Frobenius, Auf dem Wege nach
Atlantis. Berl. -Charlottenb. 1911. - Dr. C. Schilling,
Tamberma, Globus 1906. v. Zech.
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