Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 462

Tausendfüßer. Als T. faßte man früher alle Landtiere mit mehr als 7 Beinpaaren zusammen. Jetzt stellt man die Hundertfüßer oder Chilopoden, deren größte Vertreter die Skolopender (s.d.) sind, den Tausendfüßern im engern Sinne, oder Diplopoden (s. Tafel 191/92 Abb. 8, Archispirostreptus virgator aus Ostafrika), gegenüber. Erstere besitzen an jedem Körperring nur ein Beinpaar und einen mehr flachgedrückten Körper, letztere an jedem Körperring 2 Beinpaare und einen mehr gewölbten Körper. Erstere sind Räuber und mit Giftdrüsen bewaffnet, letztere Pflanzenfresser und an den einzelnen Körperringen meist mit Stinkdrüsen versehen. T. kommen in unsern sämtlichen Kolonien vor.

Dahl.