Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 495

Tinto, Station in der Banjangbucht in Kamerun, die von den Quellflüssen des Kreuzflusses durchströmt wird, zwischen dem Fi und Mbu, die beide von Süden in den Manju oder Kreuzfluß münden, im Regierungsbezirk Ossidinge (s.d.) gelegen. T. liegt im Urwald gebiet, Bewohner sind die Banjang (s.d.). In T. kreuzen sich zwei wichtige Handelswege; der eine führt von Ossidinge und Mamfe (s.d.) flußaufwärts zur Banjangbucht und ein zweiter von Duala, am Mungo, aufwärts, über T. zum Balihochlande. Außerdem laufen hier die Straßen zusammen, die fächerartig, dem Lauf der Quellflüsse folgend, ins Bali- und Manen- gubaplateau hinaufsteigen. T. besitzt eine europäische Faktorei, die Eingeborenen treiben Plantagenbau.

Passarge- Rathjens.