Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 528

Tokpli, auch Topli geschrieben, Ort am unteren Monufluß (s.d.) im Verwaltungsbezirk Anecho in Togo. T. ist Sitz eines Zollamts, einer Post- und Telegraphenanstalt und einer Regenmeßstation. Seehöhe etwa 20 m. Mittlere jährliche Regenmenge 963 mm (Mittel aus 7 - 8 Beobachtungsjahren). Unweit T. befindet sich bei dem Dörfchen Adabion im Monuflußbett ein Kalklager. Die Verwaltung hat dort eine von einem europäischen Kalkbrenner geleitete Kalkbrennerei in Betrieb. Während 4 - 6 Monaten im Jahr ist der Monuifluß bis T. für flachgehende Boote fahrbar. T. hat daher für den Handel eine gewisse Bedeutung als Umschlageplatz für die den Monufluß aufwärts gebrachten Güter und für seewärts zu transportierende Landeserzeugnisse. . Die Bevölkerung von T. gehört dem Stamm der Ewe (s.d.) an.

Literatur: Dr. L. v. Ammon, Zur Geologie vom Togo und vom Nigerlande, Mitt. der Geogr. Gesellschaft in München, 1905, L Bd., 3. Heft. - E. Stromer, Reptilien. und Fischreste aus dem marinen Alttertiär von Südtogo (West afrika), Monatsberichte der Deutschen geologi schen Gesellschaft, 1910, Bd. 62 Nr. 7. - Das Kalklager von Tokpli und seine Verwertbarkeit ABI. T. 1908, ' 19. - Kalkbrennerei in TokpIi: ABI. T. 19101 490. - Tokpli - Kalk, in ABI. T. 1911, 234.

v. Zech.