Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 556

Tuburisumpf, eine tiefe Senke von 2 1/2 km mittlerer Breite zwischen den Stromgebieten des Benue und Logone in Kamerun. Sie wird von Sümpfen erfüllt, die zur Regenzeit in eine Kette von Seen übergehen. Der T. liegt gerade auf der Wasserscheide von Logone und Benue, in 350 m Höhe, die sich sehr langsam zum Logone, rasch dagegen zum Benuetiefland senkt. Bei Hochwasser im Logone wird dieses daher zum Teil durch den Fiangasumpf und Tikumsee zum T. geführt, der durch den Mao Kebbi (s.d.), im Oberlauf Kabbia, mit dem Benue in Verbindung steht. Auf diese Weise steht eine Ablenkung der. Scharinebenflüsse und eine Verödung der Unterläufe zu erwarten, der für die Länder am Tsadsee von verhängnisvoller Bedeutung wäre. - Der Wert der Wasserstraße Benue Logone an Stelle des Weges vom Kongo zum Schari ist von den Franzosen wohl überschätzt worden, besonders da sie nur bei Hochwasser fahrbar wäre. Die Wasserfälle des Mao Kebbi unterhalb des T. müssen umgangen werden. Lenfant hat auf diesem Wege einen Viehtransport zum unteren Schari geleitet. Jetzt liegt der T. auf deutschem Gebiet.

Literatur: Lenfant, La grande Route du Tohad. Paris 1905.

Passarge - Rathiens.