Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 557

Tukumgebirge, der östlichste Teil des Kumbohochlandes (s.d.) am Nordrand des Plateaus von Kamerun. Es bildet die erste Stufe des Abfalls zum Sudan und ist ein wildes, unzugängliches Gebirgsland mit tief eingeschnittenen Tälern. Nach Nordosten erhebt sich steil mit 1000 m Höhe das über 2000 m hohe Mambilahochland, das den Nordrand des Plateaus darstellt. Das T. selbst, erreicht eine Höbe von 1000 - 1400 m. Nach Norden fällt es zu der etwa 300 m hohen Ebene des Benue ab. Es wird durch den Donga und seine Nebenflüsse, sowie durch die Nebenflüsse des Taraba (s.d.) entwässert. Der Donga ist bis zur deutschen Grenze und zur Regenzeit wohl noch weiter schiffbar, und ist dort 2 - 300 m breit. - Die Vegetation ist Buschwald mit vielen Ölpalmen und Überfluß an Kautschukpflanzen. Die Bewohner des T. sind die Tukum (s.d.).

Passarge - Rathjens.