Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 572

Umbugwe, kleine Landschaft von Deutsch-Ostafrika im SO des Sees Lawa ja Mweri (s.d.) und am Fuß der Ostafrikanischen Bruchstufe (s.d.). Mit etwa 1450 qkm umschließt U. das ungemein fruchtbare und sehr gut angebaute, von Gneishügeln überragte Schwemmland südlich des Sees, rings umgeben von Steppenflächen, meist Grasland. In der Trockenzeit sieht U. entsetzlich dürr aus. Die Hälfte des Jahres trinken Menschen und Vieh das leicht brackische Grundwasser. Die 9500 Wambugwe (s.d.) bewohnen nur die genannte Ebene sehr dicht, treiben heute ihr zahlreiches Vieh weithin durch die Steppe.

Literatur: F. Jaeger, Daß Hochland der Riesenkrater, I u. II, Erg. - H. 4 u. 8 der Mitt. a. d. d. Sch. 1911/13.

Uhlig.