Verwitterung. Unter den Namen V. faßt an alle die Erscheinungen zusammen,
die durch die Einwirkung der Atmosphärilien, von Sonne, Hitze und Frost, von
Regen und Luft auf die ursprünglichen Gesteine
entstehen. man unterscheidet zwischen mechanischer V. (Zerfall der Gesteine
infolge ungleichmäßiger Ausdehnung ihrer Bestandteile in starker. Hitze und
infolge von Spaltenfrost) und chemischer V. durch Wasser, Sauerstoff und
Kohlensäure der Luft, die zwar im allgemeinen nebeneinander
hergehen, unter besonderen Bedingungen aber auch
einseitig ausgeschaltet
werden können. In trockenen Wüstengebieten
(Namaland!) tritt die chemische V. gegenüber den
ungeheuren Wirkungen der Insolation (und zum
Teil des Frostes) ganz zurück;
in reichbewaldeten, feuchten Urwaldgebieten
oder sonst mit starker Vegetation bedeckten
Gegenden dagegen kommt fast nur die chemische
Verwitterung zur Geltung. In jenen
Wüstengebieten finden wir also das Land bedeckt
mit trockenem Schutt, der aus kleineren
oder größeren, zerfallenen aber nicht zersetzten
Gesteinstrümmern besteht, die an Ort
und Stelle liegen bleiben, soweit sie nicht als
Staub und Sand vom Wind fortgeführt werden.
In feuchten, nicht zu steil abgeböschten und
mit Vegetation bedeckten Gebieten sind die
Gesteine dagegen durch die V. zum Teil bis auf
sehr große Tiefe in Rotlehm bzw. als
Schlußprodukt in Laterit (s.d.) verwandelt.