Wakhutu, die ursprüngliche Bevölkerung der Landschaft Khutu in Deutsch-Ostafrika, zwischen dem
Südostabhang
der Uluguruberge im Norden und dem Ruaha -
Rufidji im Süden. Nach Stuhlmann sind
die W. den Wasaramo (s.d.), nach Hans Meyer den Wasagara (s.d.) verwandt. Stuhlmann rechnet zu
ihnen
auch noch die Wamhadse, Wapangala, Wagunga, Walelengwe und Wanghamba. Die W. sind durch die Einfälle der Wangoni (s.d.) und Wahehe (s.d.) an Kopfzahl recht zusammengeschmolzen
und in Physis und Charakter recht entartet, so daß die in ihrem Gebiet
heute
unter ihnen wohnenden Wangoni und Wahehe, Wambunga und Wandongwe kolonialwirtschaftlich ein
ungleich wertvolleres Bevölkerungselement bedeuten als die Urbevölkerung
selbst. Wohnweise ist die weit über die Berge zerstreute Siedlung von oft
gewaltiger Ausdehnung. So haben die Dörfer Dakaua und Korero je 500 - 800
Hütten.
Literatur: Thomson, To the Central
african lakes and back. Lond. 1881. - v. Varnbüler,
Über seine Expedition nach Kisaki. KolBl.
1892. - Stuhlmann, Mitt. a. d. d. Schutzgeb. 1895.