Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 702 f.

Werner, Dr. med. Heinrich, Stabsarzt, geb. zu Mühlhausen i. Thür. am 14. Mai 1874. 1893/99 Studium der Medizin in Berlin. 1900/02 Assistenzarzt bzw. Oberarzt der Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika. 1904 bis 1906 Teilnahme am Feldzuge in Deutsch - Südwestafrika als Oberarzt bzw. Stabsarzt der Schutztruppe. Von 1906/13 kommandiert zum RKA. als Externassistent bzw. Abteilungsvorsteher der klinischen Abteilung des Instituts für Schiffs- und Tropenkrankheiten zu Hamburg. Seit Febr. 1914 Oberstabsarzt der Schutztruppe und Medizinalreferent beim Gouvernement von Kamerun. Schriften: Anthropologische Beobachtungen über die Kung- und Heikumbuschleute und über deren Sprache, Zeitschr. f. Ethnologie 1906; Die Nieren beim Schwarzwasserfieber mit besonderer Berücksichtigung der Therapie der Anurie, Beiheft z. Arch. f. Schiffs- u. Tropenhyg. 1908; Studien über pathogene Amöben, Beiheft 1908; Das Ehrlich - Hata - Mittel 606 bei Malaria, Deutsche med. Wochenschr. 1910; Eine größere Zahl tropenmedizinischer Einzelabhandlungen über Malariatherapie, Pestbekämpfung, Lepra, Rückfallfieber (welches W. 1902 in Daressalam auffand), Maltafieber (das 1909 erstmalig von W. für Deutsch-Südwestafrika nachgewiesen wurde), Orientbeule, Elefantiasisoperationen u.a.