Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 709

Wiedhafen, Ort in Deutsch-Ostafrika am Ostufer des Njassa (s.d.), 8 km nördlich der Mündung des Ruhuhu, war früher Nebenstelle des Bezirks Langenburg, kam dann an Ssongea. Seit 1912 ist es nicht einmal mehr Zollstelle, hat aber dank seinem guten Hafen, der es zur Pforte nach dem O hin macht, zugleich als Mittelpunkt der deutschen Njassaküste lokale Handelsbedeutung; 7 Firmen nichteingeborener Farbiger saßen 1912 hier. Die Regenmenge beträgt 838 mm (siebenjähriges Mittel), also viel weniger als man früher annahm.

Uhlig.