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Witu, Stadt nördlich der Mündung des Tanaflusses in Britisch-
Ostafrika,
etwa 12 km vom Meer, ist Hauptort des gleichnamigen kleinen Sultanats,
das dem Namen nach unter britischem Schutz steht, in Wirklichkeit ein
Teil der genannten Kolonie ist. 1884 erwarben die Gebrüder Denhardt
(s.d.) vom Sultan von W., der sich unter
deutschen Schutz stellte, ein Gebiet von 60 km Küstenlänge; davon
verkauften
sie 1885 1400 qkm Landes an die deutsche Witu - Gesellschaft, die es
1890
an die Deutsch-
Ostafrikanische
Gesellschaft abtrat. Kurz darauf, im selben Jahre, fiel W. durch den
Sansibarvertrag (s.d.) an England, das nach
längeren Kämpfen 1895 dem Sultanat den heutigen Umfang von rund 3100 qkm
setzte. Die Bevölkerung beträgt über 16 000 Menschen, wovon 6000 auf die
Stadt W. entfallen. Lamu (s.d.) gehört
nicht
mehr zu W.
Uhlig.
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