Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 733

Xylophon, Musikinstrument, Serie von Klanghölzern (s.d.) auf einer Unterlage, die mit Schlägeln, Holzstäben, deren Enden ev. mit Kautschuk oder Fellumwicklung versehen sind, geschlagen werden. Als Unterlage dienen entweder die Oberschenkel des sitzenden Spielers (Kaiser-Wilhelmsland [Tami-Inseln], Neupommern [Gazellehalbinsel]) oder zwei Bananenstämme (Holm-X., Deutsch-Ostafrika; Kamerun) oder ein Holzrahmen, der an einem Gurt um den Hals getragen und durch einen Bügel vom Körper des Spielers abgehalten wird (Bügel - X., Kamerun, s. Tafel 145/46). Die letztere Form, bei der die Klangstäbe auch noch mit Kürbisresonatoren versehen sind, hat sich in Afrika entwickelt; das afrikanische X. stammt aber aus Südostasien (Birma; Siam). S.a. Musik und Musikinstrumente der Eingeborenen.

v. Hornbostel.