Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 749

Zierpflanzen. Wie unsere Gärten bergen auch die der Tropen immer wiederkehrende, durch die Kultur weitverbreitete Z., unter denen die Palmen, die Zingiberaceen, Leguminosen, gewisse schönblütige Akanthaceen und Rubiaceen eine Hauptrolle spielen. Besonders beliebt sind in den Tropen eine Reihe buntblätteriger Pflanzen (Acalypha, Croton, Codiaeum). Manche heimische Z., wie die Rosen, können in heißen Ländern nur in höheren Gebirgslagen zu voller Blütenfülle gebracht werden, andere wie Mirabilis jalappa, Tagetes, Cineraria, Winden, Kapuzinerkresse gedeihen auch im Tieflande. Aus den deutschen Kolonien sind bedauerlicherweise bisher nur sehr wenige wildwachsende Gewächse der heimischen Gärtnerei als Zierpflanzen zugeführt worden (das Usambaraveilchen, einzelne Orchideen und Dracaenen), obwohl sich sehr viele von ihnen, sei es durch Blütenpracht oder Duft, dazu eignen würden.

Volkens.