Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 754

Zither, Saiteninstrument, dessen Saiten durch Stege vom Saitenträger abgehoben sind. Bei den einfachen Formen ist die Ute aus der Epidermis des Saitenträgers losgelöst (Idiochorde) und entweder in der Mitte durch einen einzigen - bei mehrsaitigen Instrumenten (Südkamerun) gezähnten - Steg unterstützt (Bogen- Z. [Togo; Kaiser- Wilhelmsland]), oder an den Enden durch zwei Stege (Stab- Z.), wie bei der ostafrikanischen (ursprünglich indonesischen) Sese (s. Tafel 147 Abb. 4). Z. mit zahlreichen, aus einer einzigen langen Schnur gebildeten Saiten, die über ein Brett oder eine Schale gespannt sind (Brett- Z., Schalen- Z.), sind in mannigfaltigen Formen in Deutsch-Ostafrika häufig (s. Tafel 145/46). S. a. Musik und Musikinstrumente der Eingeborenen.

v. Hornbestel.