Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 768

Zucker, eine Gruppe chemischer Körper aus der Klasse der Kohlenhydrate, u.a. ausgezeichnet durch mehr oder weniger stark süßen Geschmack. Zahlreiche Zuckerarten kommen im Pflanzen- oder Tierkörper fertig gebildet vor; andere werden auf chemischem Wege künstlich hergestellt. Im gewöhnlichen Leben wird als "Zucker" schlechthin der vornehmlich aus den Zuckerrüben und dem Zuckerrohr (s.d.) im großen gewonnene Rohrzucker (Saccharose) verstanden. Andere wichtige, ebenfalls natürlich vorkommende Zuckerarten sind: der Traubenzucker (Dextrose oder d-Glukose), der Fruchtzucker (Lävulose oder d-Fruktose), der Invertzucker, ein Gemisch der beiden vorgenannten, das unter gewissen Bedingungen aus dem Rohrzucker entsteht, ferner der Milchzucker und der Malzzucker (Maltose). Näheres über die Zuckerarten in allen Hand- und Lehrbüchern der organischen Chemie.

Busse.