Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 572

Umba, Fluß in Deutsch-Ostafrika, entspringt im Schageiuwald Westusambaras in 2000 m Mh. Nachdem der U. eine dichtbewohnte Mulde durchflossen, beginnt bei Hohenfriedeberg (1450 m, Fluß hier 1350 m ü. d. M., s. Usambara) sein Gefälle steil zu werden. In Fällen und Schnellen stürzt er auf 450 m Mh. hinab zur U.-Steppe. So wird die ganze große, sehr flache, Gras- und Dornbuschsteppe am Nordfuß Usambaras genannt, die vom U. durchflossen, eine fast menschenleere, aber dafür wildreiche Grenzwildnis zwischen Britisch- und Deutsch - Ostafrika bildet. Nur teilweise längs des U. und dann in einem 15 km breiten Küstenstreifen, wo die Wadigo (s.d.) wohnen, ist das Gebiet besiedelt. Der U., dessen Gesamtlänge etwas über 200 km beträgt, tritt auf britischen Boden und bildet im letzten Kilometer seines Laufs die Grenze zwischen den beiden Kolonien.

Karten: Usambara- und Küstengebiet 1: 100 000, hgg. vom Gouvernment von Deutsch-Ostafrika, mit Ansatzblatt, nördl. Umbasteppe. Bln. 1912.

Uhlig.